Mein Besuch auf der Kaffeefarm „Fazenda da Lagoa“ in Brasilien
Nur die besten Zutaten für alle Produkte aus dem Dresdner Backhaus – diese Philosophie kennen Sie von unseren Broten, unserem Eis, Gebäck, natürlich dem Dresdner Backhaus Stollen ... und sie gilt auch für den Kaffee, den wir in unseren Fachgeschäften ausschenken und den Sie im Onlineshop kaufen können.
In unserer Backstube setzen wir auf Zutaten aus der Region, Kaffee allerdings wächst nicht an der Elbe. Deswegen haben wir uns auf die Reise gemacht: Im Sommer 2026 ging es nach Brasilien, auf die Kaffeefarm, von der wir seit Jahrzehnten die Kaffeebohnen fürs Dresdner Backhaus beziehen: die Fazenda da Lagoa.
Diese Reise hat mich in vielerlei Hinsicht beeindruckt und mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig und richtig es ist, die Hersteller und Lieferanten unserer Zutaten und Produkte persönlich zu kennen – und zu wissen, was wir verkaufen und wie sorgfältig diese Produkte hergestellt werden.
Die Fazenda da Lagoa – wo der Kaffee fürs Dresdner Backhaus wächst
Die „Fazenda da Lagoa“ ist eine Kaffeefarm mit langer Tradition, gegründet bereits 1764, seitdem in Familienbesitz und „unser“ einziger Kaffeeproduzent fürs Dresdner Backhaus.
Die Farm hat eine Gesamtfläche von 3.700 Hektar, von denen etwa 2.000 Hektar für den Kaffeeanbau genutzt werden. Etwa 2,9 Millionen Kaffeepflanzen wachsen hier, jährlich werden rund 270.000 neue Setzlinge gepflanzt.
Rund 300 Mitarbeiter arbeiten auf der Farm, das Team gehört für die Besitzer quasi zur Familie: 16 Familien leben direkt vor Ort in den dazugehörigen Häusern. Eine kleine Welt für sich, in die wir eine Woche lang eintauchen durften, mitten in der Erntezeit.
Von der Kaffeekirsche bis zur fertigen Bohne
Die Erntezeit dauert von Mai bis September. Junge, etwa zwei Jahre alte Pflanzen werden von Hand gepflückt. Die größeren, bis zu 3,5 Meter hohen Pflanzen werden maschinell geerntet, bevor die verbliebenen Kirschen noch einmal von Hand nachgepflückt werden. Verwendet wird dabei jede einzelne Kaffeekirsche – ob rot, grün, gelb, violett oder bereits zu Boden gefallen.
Direkt nach der Ernte geht es zur Waschanlage, wo die Kirschen nach Qualität und Reifegrad getrennt werden. Wie aufwendig und mit welch großem Sinn für Nachhaltigkeit dies geschieht, hat mich sehr beeindruckt. Das Fruchtfleisch wird entfernt und später kompostiert.
Anschließend trocknen die Bohnen zwei bis drei Tage auf großen Flächen, bevor sie bei rund 40 °C für etwa 36 Stunden in großen Trocknungstrommeln weiterverarbeitet werden. Danach braucht der Kaffee noch einmal 30 bis 60 Tage Ruhe, damit sich sein volles Aroma entfalten kann.
Schon auf der Farm finden erste „Cuppings“ statt, bei denen Geschmack und Aroma geprüft werden. Erst dann verlassen die Bohnen die Fazenda und werden in alle Welt verschickt.
Sie fragen sich, wann denn geröstet wird? Erst im Zielland. Unser Dresdner Backhaus Kaffee wird in Deutschland zu dem Aroma geröstet, das Sie so schätzen.
Mehr als Kaffee: Herzliche Menschen und Verantwortung für die Natur
Am meisten berührt haben mich aber nicht die Zahlen und die Fakten rund um den Kaffeeanbau, sondern die Menschen auf der „Fazenda da Lagoa“ und in Brasilien: Ihre Herzlichkeit und Gastfreundschaft werde ich nicht vergessen.
Genauso beeindruckend fand ich den nachhaltigen Umgang mit der Natur. Auch das soziale Engagement der Fazenda, u. a. für die Schulausbildung in der Region, hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Diese Farm ist ein besonderer Ort, der Werte lebt, für die auch wir im Dresdner Backhaus stehen.
Und ich habe einmal mehr gesehen, wie wichtig es ist, die Produzenten und Lieferanten sorgsam auszuwählen, zu kennen und zu verstehen, wie sie arbeiten. So können wir im Dresdner Backhaus höchste Qualität bieten – mit jeder einzelnen Kaffeebohne genauso wie mit unserem Brot oder unserem Christstollen.
Zum Schluss möchte ich mich von ganzem Herzen bei allen bedanken, die diese Reise ermöglicht und organisiert haben. Es war eine unvergessliche Erfahrung – und eine, die ich sehr zu schätzen weiß. Obrigado!